Bei der Konzeption und Umsetzung eines Online-Shops gibt es Vieles zu beachten, damit das E-Commerce-Vorhaben erfolgreich wird. Ein Faktor, der immer wichtiger zu werden scheint, ist der Mobile Commerce.

User kaufen immer häufiger über Tablet-PCs und Smartphones. So hat beispielsweise jeder dritte Smartphone-Nutzer auch schon mobile eingekauft. Auf dem Internet-World-Kongress 2014 in München wurde deutlich, dass Mobile Shopping in Zukunft an Relevanz gewinnen wird, denn hier sehen Brancheninsider noch viel Luft nach oben. Allein die Tatsache, dass es ebenso viele Smartphone-Besitzer wie PC-/Laptop-Besitzer gibt, lässt die Zukunft des M-Commerce erahnen. Hinzu kommen die Tablet-PC-Nutzer, von denen es aktuell über 25 Millionen gibt. Prognosen bis 2017 sehen eine Steigerung auf 37 Mio. Nutzer.

Diese Vielfalt an Geräten erleichtert einerseits die Informations- und Inspirationseinholung sowie die Produktauswahl und Vergleichsmöglichkeiten für den User, doch andererseits erschwert es auch die Verfolgung der Customer Journey für die Online-Shop-Betreiber. Hinzu kommen diverse Offline-Maßnahmen, wie Kataloge, Promotion-Aktionen etc., die auch heute noch einen Platz im Marketing-Mix einnehmen. Es gilt also herauszufinden, wo sich seine Zielgruppe aufhält und zu welchem Zeitpunkt die Kaufentscheidung getroffen wird.   

Derzeit sind im Mobile Commerce noch Unterschiede zwischen den Usern festzustellen. Unter den Apple-Usern haben knapp 40 Prozent schon mobil gekauft, während es bei den Android-Usern nur 18 Prozent sind. Hieraus lässt sich ableiten, dass Mobile Commerce noch nicht in der breiten Masse etabliert ist – Brancheninsider vermuten dies aber für die nahe Zukunft

 

Online-Shops fit für den M-Commerce machen  

Online-Shop-Betreiber sollten früh genug auf die M-Commerce-Welle aufspringen, bevor es zu spät ist. Werden vielleicht auch noch nicht alle Produkte Mobile eingekauft, so ist die Recherche mit dem Smartphone oder Tablet in den Online-Shops bereits Gang und Gebe. Insbesondere das Tablet nimmt hier eine wichtige Rolle ein, denn das Tablet ersetzt den PC bzw. Laptop zunehmend.

Bei einem neuen E-Commerce-Projekt sollte der Online-Shop am besten gleich responsive ausgerichtet sein. Auch bestehende Online-Shops sollten hinsichtlich Responsive Design angepasst werden, wenn der Shopbetreiber nicht langfristig in verschiedene Shopsysteme investieren möchte. Das bedeutet, dass der Shop gleich auf allen mobilen Endgeräten einwandfrei dargestellt wird und voll funktionstüchtig ist. Viele Anbieter für Online-Shop-Systeme wie Magento, Shopware + Co. haben hierfür eigene Templates entwickelt, die sich mit dem Online-Shop verknüpfen lassen.  

 

Kritik der Preisunterschiede

Aktuell wurden Preisunterschiede der Online-Shops auf den jeweiligen Devices festgestellt, was für Kritik unter den Online-Shoppern sorgt. Bis zu 200 Euro sollen die Preise der Online-Shops je nach Endgerät variieren.

Die Preisunterschiede entstehen dadurch, dass Aktionen und Rabattierungen auf dem Smartphone oder Tablet nicht dargestellt werden bzw. technische Fehler auftreten. Dies ist für eine mögliche Kundenbindung natürlich schädlich. 

 

Die „Renner“ im Mobile Commerce

Nach einer Analyse von Comscore sind die Top 5 der mobil gekauften Waren oder Dienstleistungen Kleidung oder Accessoires, Elektrogeräte, Bücher (keine E-Books), Eintrittskarten und Beauty-, Körperpflege- und Hygieneprodukte.
 

 

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